Ab 21. Mai 2020 ist das Völkerkundemuseum Herrnhut wieder regulär von 9 bis 17 Uhr (außer montags) geöffnet.

Enter South Africa - Momentaufnahme Genadendal

Die Wurzeln Genadendals – im westlichen Kapland der Republik Südafrika gelegen – gehen auf das Jahr 1738 zurück. Der Herrnhuter Missionar Georg Schmidt begann in jenem Jahr in der Baviaanskloof, dem späteren Gnadenthal (heute Genadendal), einige einheimische Khoi–Khoi–Familien um sich zu sammeln und sie mit dem Christentum vertraut zu machen.

  • Laufzeit 04.04.2004—06.06.2004

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Europäische Einwanderer hatten sie zuvor von ihren Weidegebieten vertrieben. Schmidt wirkte nur sechs Jahre im Kapland und dennoch hatte er den Grundstein für eine der bedeutendsten Gemeinden und Siedlungen im Südafrika des 18. und 19. Jahrhunderts gelegt. Genadendal entwickelte sich zum Hauptort der von den Herrnhutern ausgehenden Moravian Church in Südafrika und machte sich gleichzeitig als ein weithin geachtetes und bekanntes Handwerks– und Bildungszentrum der aus den Khoi–Khoi hervorgegangenen farbigen Bevölkerung einen Namen. Präsident Nelson Mandela hat die Bedeutung des Ortes hervorgehoben, indem er 1995 seinem Amtssitz in Kapstadt in "Genadendal" umbenannte.

Foto: Daniel Dolz

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Noch heute sind Spuren der Herrnhuter in Genadendal deutlich sichtbar, wird das Zusammenleben von der Brüderkirche geprägt. Aber auch die Folgen der Apartheid, Verarmung, Resignation, Aufbruch, Zuversicht und eine lebensbejahende Offenheit begegnen uns in der „Momentaufnahme Genadendal“ – in den Fotos unverfälscht festgehalten von einem ebenso offenen, jungen Beobachter. Daniel Dolz (Dresden) lädt dazu ein, ein anderes Südafrika aufzusuchen.

Kirche in Genadendal, Foto: Daniel Dolz

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Seine Fotos entstanden während einer Reise im Sommer 2003. Unterstützt wurde er von Dr. Isaac Balie, dem Leiter des Mission Museum Genadendal. Der Abkömmling eines von Georg Schmidt gepflanzten Birnbaums gilt als Symbol für die Kontinuität der Moravian Church in Südafrika.

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