Ethnographie und Herrnhuter Mission

im Völkerkundemuseum Herrnhut

ein Raum mit Exponaten
© SKD, Foto: Hans Christian Krass

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© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Johanna Funke

Völkerkundemuseum Herrnhut

Das Herrnhuter Völkerkundemuseum vereint Ethnographie und Missionsgeschichte. Die Grundlage der Sammlung bilden Objekte, welche die Missionare der Herrnhuter Brüder-Unität von ihren Reisen zu verschiedenen Völkern seit 1732 mitbrachten.

Restitution von Objekten aus dem ehemaligen Königreich Benin

Am 29. April 2021 haben die sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch und die Direktorin des GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Léontine Meijer-van Mensch, an der Gesprächsrunde der Kulturstaatsministerin Monika Grütters zur Restitution von Benin-Objekten teilgenommen. Das politische Signal zur Rückgabe der geraubten Objekte wurde gesetzt. Dazu erklärt Kulturstaatsministerin Monika Grütters:

„Wir stellen uns der historischen und moralischen Verantwortung, Deutschlands koloniale Vergangenheit ans Licht zu holen und aufzuarbeiten. […] Ich bin froh und dankbar, dass wir uns auf das gemeinsame Ziel verständigen konnten, eine abgestimmte Haltung in Deutschland zu entwickeln und zu einer gemeinsamen Verständigung mit der nigerianischen Seite zu gelangen. Neben größtmöglicher Transparenz werden vor allem substantielle Rückgaben angestrebt. So möchten wir zur Verständigung und zur Versöhnung mit den Nachkommen der Menschen beitragen, die in der Zeit des Kolonialismus ihrer kulturellen Schätze beraubt wurden. Wir planen erste Rückgaben im Verlauf des Jahres 2022.“

Im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig und auch im Museum für Völkerkunde Dresden befinden sich Objekte aus dem ehemaligen Königreich Benin. Die Restitution von geraubten Objekte ist nicht nur eine ethische und moralische Pflicht, sondern auch der Beginn eines transnationalen Austausches, um die Auswirkungen des Kolonialismus bis heute als Teil einer gemeinsamen Geschichte zu erzählen.

Zur Erklärung

Benin-Bestand online

Aktuelle Termine

  • Wie wir sammeln!

    Die einen sammeln Steine, die anderen sammeln im Urlaub gerne Muscheln am Strand. Aber was hat es mit dem Sammeln auf sich? Legt in dieser Familienzeit eine ganz besondere Sammlung an: eine Geräusche-Sammlung und gestaltet eine Klanglandkarte.

    • Treff: digital
  • mit Hendrik Schöne, Wittgendorf

    Holzbrand ist seit Jahrtausenden eine Brenntechnik, welche einzigartige Oberflächen erzeugt. Am ersten Tag des viertägigen Workshops werden einfache Aufbautechniken, welche in Asien Verwendung finden, ausprobiert, der zweite Tag führt in verschiedene Glasurarten und -techniken ein. Jeder Teilnehmer glasiert seine Arbeiten. Im Anschluss wird der Brennofen eingelegt. Das Brennen der selbst hergestellten Objekte erfolgt am 3. Tag des Workshops im Small Speedy Kiln- Ofen, welchen Schöne gemeinsam mit dem Japaner Masakazu Kusakabe entwickelt hat. Der Brand dauert ca. 20 Stunden. Danach kühlt der Ofen einen Tag lang ab. Am 4. Tag wird gemeinsam der Ofen ausgenommen, die Arbeiten verschliffen und die Ergebnisse reflektiert.

    Während des Workshops führt der Keramiker Hendrik Schöne in die Funktion von Holzbrandöfen sowie in verschiedene Brenntechniken ein. Max. 6 Teilnehmer

    • Teilnahmegebühr: 80 € / Person (inkl. Material, ein Getränk, eine Mahlzeit)
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  • mit Thomas Riedinger, Berlin und Peter Pilz, Potsdam

    Im Teeweg (chado) verbindet sich der Geist des Zen-Buddhismus mit einer von konfuzianischer Ethik geprägten Gastfreundschaft und hochentwickeltem Kunstverstand. Alle gesellschaftlichen Schichten, Kunsthandwerke und Geistesrichtungen des 16.Jhdts in Japan hatten ihren Anteil an der Form und Durchführung der Zeremonie. Die Regeln des Teeweges sollen auf des gesamte Alltagsverhalten seiner Anhänger ausstrahlen, so dass aus dem Praktizierenden im Laufe seiner jahrzehntelangen Übung ein „Teemensch“ (chajin) wird, der es gelernt hat, sich selbst zurückzunehmen, das Wohl der anderen zu fördern sowie seinen Mitmenschen mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen.

    Max. TN-Zahl: 10. Mit verbindlicher Anmeldung unter voelkerkunde.herrnhut@skd.museum oder Telefon 0351 49 14 42 64

    • Teilnahmegebühr: 10 €
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Das Programm zum Download

Januar - März 2021

Juni - September 2021

Neue Plattform zu Dekolonisierung, Restitution und Repatriierung

Neue Plattform zu Dekolonisierung, Restitution und Repatriierung

Die Sächsischen Völkerkundemuseen veröffentlichen Plattform zu Dekolonisierung und laden zum Dialog ein.

Zur Plattform

© Miriam Hamburger, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Dekolonisierung erfordert Dialog, Expertise und Unterstützung

Anlässlich der Jahreskonferenz 2019 der Direktor/innen der Ethnologischen Museen im deutschsprachigen Raum in Heidelberg wurde am 6.5.2019 die folgende Stellungnahme verabschiedet.

Heidelberger Stellungnahme: Dekolonisierung erfordert Dialog, Expertise und Unterstützung

Pressemitteilung des Treffens der Benin Dialogue Group

Die Benin Dialogue Group (BDG) wurde im Jahr 2010 in Wien ins Leben gerufen und vereint kulturpolitisch Verantwortliche auf Staats- und Regionalebene, Museumsvertreter und Vertreter vom Royal Court of Benin City aus Nigeria mit europäischen Museumvertretern und Afrika-Kuratoren aus Wien, Berlin, Dresden/Leipzig, London, Leiden und Stockholm, Hamburg, Stuttgart, Oxford und Cambridge. Die genannten europäischen Sammlungen beherbergen wichtige Objekte und Kollektionen aus dem historischen Benin-Reich in Nigeria. Allen Beteiligten ging es auf informeller Ebene vor allem auch darum, ein freundschaftliches und vertrauensvolles Klima aufzubauen. Zu den erklärten Zielen der Arbeit in der BDG gehörte von Anfang an die vollständige Öffnung der Sammlungen, Sammlungsdigitalisierung und wissenschaftlicher Austausch. Die Erstellung eines digitalen Inventariums von Benin-Objekten, die in Museen der Welt bewahrt werden, dient kooperativen Projekten mit Austausch, aber auch mit Rückführung von Objekten nach Benin City, um Ausstellungen in einem neu geplanten musealen Zentrum der Stadt in den Jahren 2021/22 zu realisieren.

Pressemitteilung des Treffens der Benin Dialogue Group

Expeditionen ins Unbekannte

1732 begann die Missionstätigkeit der Evangelischen Brüder-Unität, das Sammeln erster völkerkundlicher Objekte durch Herrnhuter Missionare ist für das Jahr 1740 nachgewiesen. 

Zur Sammlungsgeschichte

Ausstellung Kalmyken
Blick in die Dauerausstellung, Kalmyken, Foto: Ch. Krass

Aus unserer Online Collection

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