ein Raum mit Exponaten
© SKD, Foto: Hans Christian Krass

Völkerkundemuseum Herrnhut

Das Herrnhuter Völkerkundemuseum vereint Ethnographie und Missionsgeschichte. Die Grundlage der Sammlung bilden Objekte, welche die Missionare der Herrnhuter Brüder-Unität von ihren Reisen zu verschiedenen Völkern seit 1732 mitbrachten. Handschriftliche Aufzeichnungen und Publikationen der Missionare vervollständigen die Dauerausstellung, welche durch ständig wechselnde Sonderausstellungen bereichert wird.

  • Öffnungszeiten täglich 9-17 Uhr , Montag  geschlossen
  • Eintrittspreise regulär 3 €, ermäßigt 2 €, unter 17 frei, Gruppen ab 10 Personen 2,50 €

Sammler und Missionare

Derzeit verwahrt das Museum rund 7.000 Objekte, die überwiegend zwischen 1878 und 1940 in den Bestand kamen. Die im Jahr 2003 eröffnete Dauerausstellung steht unter dem Titel „Ethnographie und Herrnhuter Mission“: Im Zentrum stehen rund 1200 Objekte von jenen Völkern, bei denen die Missionare der Evangelischen Brüder-Unität vom 18. bis zum 20. Jahrhundert tätig waren. Auch einzelne Missionarspersönlichkeiten werden mit ihrem ethnografischen Wirken sowie der Bedeutung ihrer Missionarsschriften vorgestellt: Im Süden Afrikas wirkte etwa der Herrnhuter Georg Schmidt als erster evangelischer Missionar unter den Khoikhoi von 1738 bis 1744. 

Einmal um die Welt

Neben dem afrikanischen Kontinent und Australien gehörten auch die heutige Kalmykische Republik, Grönland, Alaska, Labrador, Nikaragua, sowie Suriname und die Jungferninseln, auf deren Insel St. Thomas 1732 die Missionstätigkeit begann, zu den Zielen der Missionare. Auch im nordindischen Himalaya richteten sie 1856 zunächst im Distrikt Lahoul und ab 1885 in Ladakh Missionsstationen ein und leisteten Hervorragendes auf sprach- bzw. religionswissenschaftlichem Gebiet. 

Raum mit Objekten in Vitrinen und an der Wand
© SKD, Foto: Hans Christian Krass

Impressionen

Höhepunkte der Sammlung

Zu den Höhepunkten der Sammlung zählen buddhistische Ritualobjekte aus einer Tempeljurte der westmongolischen Kalmyken in Südrussland – eine Seltenheit in europäischen Museen –sowie 36 völkerkundliche Stücke aus der Südsee und von der nordwestamerikanischen Küste, die während der dritten Reise des englischen Kapitäns und Entdeckers James Cook (1728-1779) gesammelt worden sind.

Wechselnde Sonderausstellungen bieten Raum für themenbezogene Depotausstellungen, berücksichtigen aber auch ethnographische Sammlungen und Fotografien privater Reisender sowie Kooperationen mit verschiedenen Institutionen.

eine mongolische Tempeljurte

Ausstellungsliste

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