Deckel des Spiels "Herrnhuter Missionsquartett"
Ab 21. Mai 2020 ist das Völkerkundemuseum Herrnhut wieder regulär von 9 bis 17 Uhr (außer montags) geöffnet.

Herrnhuter Missionsquartett

Die Sonderausstellung hat ein altes Quartett–Spiel zum Inhalt. Es wurde 1932 von der damaligen Missionsbuchhandlung in Herrnhut angefertigt und verkauft.

  • Laufzeit 06.10.2001—31.01.2002

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Bei dem Spiel handelt es sich um ein Familienspiel mit 16 Quartetten und insgesamt 64 Spielkarten. Nur drei Quartette gehen direkt auf die Mission der Evangelischen Brüder–Unität ein und zeigen bedeutsame historische Stätten der Brüder–Unität, darunter das damals noch als Ruine stehende Schloss von Großhennersdorf. Dargestellt werden auch vier der ersten Herrnhuter Missionare sowie Kirchen aus den Missionsgebieten. Auf zwei Quartetten werden tropische Früchte und Tiere aus anderen Regionen der Erde vorgestellt.

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Alle anderen Spielkarten zeigen Gegenstände und Darstellungen von den Völkern, bei denen Herrnhuter Missionare gewirkt haben, so zum Beispiel von den Inuit, von verschiedenen Indianervölkern in Nicaragua und Suriname, von Völkern Süd– und Ostafrikas, aber auch aus Indien, dem Himalaya, von Australien und einigen Inseln der Südsee. Viele auf den Spielkarten dargestellte Motive, wie Kleidung, Schmuck, Spielzeug, Waffen und Geräte, aber auch Götter–darstellungen, Häuser und Verkehrsmittel, sind Original–gegenständen aus der Sammlung des Museums nach–gezeichnet. Diese Originale sind in Vitrinen neben den Karten ausgestellt. Zu allen Spielkarten existieren die Entwurfszeichnungen, die von Helmut Rudolph aus Freiberg geschaffen wurden. Diese sind in der Ausstellung als Leihgabe des Archivs der Brüder–Unität ebenfalls zu sehen.

Deckel des Spiels "Herrnhuter Missionsquartett"

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Das Spiel ist geprägt von vorurteilsfreien Darstellungen. Es zeigt eine humanistische Einstellung auch anderen Religionen gegenüber und ist frei von Diskriminierung anderer Völker und deren Kultur. Vieles von dem, was auf den Spielkarten dargestellt ist, war den Kindern, die vor etwa 60 Jahren mit diesen Karten spielten, fremd und unbekannt. Vieles davon ist auch heute noch oder schon wieder fremd.
Ebenso wie das Quartettspiel soll auch die Ausstellung dazu anregen, sich mit Erscheinungsformen anderer Kultur zu beschäftigen, um so mit Spaß am Spiel Dinge über uns fremde Völker zu lernen. Eine Kopie des Quartettspieles liegt für Besucher zum Spielen aus.

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